Werkausschuss verabschiedet verdiente Mitglieder

Wasserzweckverband vergibt wichtige Aufträge und genehmigt den Jahresabschluss 2025

Im Mittelpunkt der letzten Sitzung des Werkausschusses in der Periode 2020-2026 standen mehrere Bauvergaben, Investitionen in die Infrastruktur, der Jahresabschluss 2025 sowie die Verabschiedung langjähriger Ausschussmitglieder.

 

Ein zentrales Thema war die Erschließung des neuen Baugebiets „Steinacker“ in Obertunding. Die Gemeinde Mengkofen vergab den Gesamtauftrag für Straßen-, Kanal- und Wasserleitungsbau mit einem Gesamtvolumen über 800.000 Euro brutto an die Firma Tiefbau Georg Kerscher aus Mengkofen, die sich in der gemeinsamen Ausschreibung als wirtschaftlichster Anbieter durchgesetzt hatte. Auf die Wasserleitungsbauarbeiten entfallen dabei über 150.000 Euro und diese Arbeiten werden von der Fa. Rieder aus Bayerbach ausgeführt.

 

Nach dem Austausch der Wasserleitungen in der Mozart-, Anton-Bruckner- und Landshuterstraße in Geiselhöring müssen jetzt noch rund 430 Kubikmeter belasteter Erdaushub fachgerecht entsorgt werden. Aufgrund der Einstufung des Materials als „Z 1.2“ war eine gesonderte Vergabe erforderlich. Den Zuschlag erhielt die RCM GmbH aus Mallersdorf-Pfaffenberg, die mit rund 15.000 Euro das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte. Die kompletten Arbeiten in Geiselhöring durch die Firma Sommer aus Wegscheid werden noch im Juli abgeschlossen

 

Auch positiv sprach sich der Werkausschuss für die Installation einer Photovoltaik-Inselanlage an der Quelle Sallach aus. Da das Gebäude über keinen Stromanschluss verfügt und künftig digitale Wasserzähler, eine moderne Datenübertragungstechnik sowie eine Alarmanlage dauerhaft mit Energie versorgt werden müssen, entschied man sich gegen einen kostenintensiven Netzanschluss. Den Auftrag mit ca. 10.000 Euro netto erhielt die Schmid Energietechnik GmbH aus Ergoldsbach.

 

Im weiteren Verlauf der Sitzung beschäftigte sich der Werkausschuss mit dem Jahresabschluss 2025. Zwar schließt der Wasserzweckverband mit einem Jahresverlust von rund 402.000 Euro ab, dennoch fällt das Ergebnis deutlich besser aus als ursprünglich geplant. Im Wirtschaftsplan war noch ein Defizit von knapp 690.000 Euro vorgesehen. Gründe hierfür sind vor allem deutlich höhere Erstattungen von Gemeinden für die Erschließung von Baugebieten, obwohl mit ca. 2.3 Mio. Euro mehr als geplant in die Installation der Verteilungsanlagen investiert worden war. Und mit einem Schuldenstand von über 1.6 Mio. Euro ist die wirtschaftliche Lage des Verbandes sehr stabil

 

Der Werkausschuss empfahl der Verbandsversammlung einstimmig, den Jahresabschluss so festzustellen und den Jahresverlust mit dem Bilanzverlust des Vorjahres zu verrechnen. Die endgültige Beschlussfassung erfolgt nach der örtlichen Rechnungsprüfung in der Verbandsversammlung.

Mit Blick auf die neue Amtsperiode empfahl der Werkausschuss der Verbandsversammlung außerdem, die überarbeitete Geschäftsordnung zu beschließen. Die Entschädigungssatzung soll dagegen unverändert fortgeführt werden. Beide Empfehlungen wurden einstimmig verabschiedet.

 

Verbandsvorsitzender Karl Wellenhofer informierte die Ausschussmitglieder anschließend über den Fortschritt mehrerer laufender Bauprojekte. Dazu gehören die Fertigstellung der Verbundleitung mit dem Wasserzweckverband Straubing-Land, die Sanierung des Hochbehälters Hainkirchen, wobei hier eine der zwei Kammern fertig und in Betrieb ist, die Erneuerung der Fernleitung zwischen Unterköllnbach und dem Hochbehälter Postau sowie die laufenden Wasserleitungsarbeiten in Geiselhöring.

 

Dank für langjähriges Engagement

 

Zum Abschluss der Sitzung verabschiedete der Wasserzweckverband fünf ehemalige Bürgermeister und langjährige Mitglieder des Werkausschusses, die mit dem Ende der Legislaturperiode aus dem Gremium ausscheiden. Verbandsvorsitzender Karl Wellenhofer und Werkleiter Ludwig Sigl würdigten insbesondere das langjährige Engagement sowie die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit, bei der nie die politische Diskussion sondern die fachlichen Fakten entscheidend waren.

 

Verabschiedet wurde Johann Angstl aus Postau, der dem Werkausschuss seit 2002 angehörte und zuletzt als Erster stellvertretender Verbandsvorsitzender tätig war. Robert Kiermeier aus Weng engagierte sich 30 Jahre im Werkausschuss und Werner Klanikow aus Bayerbach war seit 2008 Verbandsrat und ab 2020 Werkausschussmitglied. Dieter Neubauer vom Markt Essenbach war seit 2014 Werkausschussmitglied und Ludwig Robold aus Ergoldsbach seit 2008. „Mit ihrem Ausscheiden endet ein teilweise jahrzehntelanges pflichtbewusstes Wirken für die sichere Wasserversorgung unserer Region“, so Karl Wellenhofer. Als Dankeschön gab es ein kleines Präsent.

 

Das Bild zeigt die ausscheidenden Mitglieder mit Verbandsvorsitzendem Karl Wellenhofer und Werkleiter Ludwig Sigl.

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